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Hollywood, Florida (18. Mai 2012) – Costa Crociere, vertreten durch den Costa Concordia Krisenstabschef Franco Gabrielli, zusammen mit dem italo-amerikanischen Konsortium Titan-Micoperi (der Gewinner der Ausschreibung für die Durchführung der Bergungsarbeiten) haben den Plan für die Entfernung des Wracks der Costa Concordia vor der Küste der Insel Giglio beschlossen.

Im Anschluss an die Konferenz am 15. Mai, bei dem die zuständigen Behörden die erforderlichen Genehmigungen erteilten, wurde die Dauer der Arbeiten auf 12 Monate festgelegt. Das Projekt sollte bereits in einigen Tagen beginnen.

Die Bergungsfirma Titan Salvage ist Teil der Crowley-Gruppe und ist ein amerikanischer Marine-Spezialist für Wrack-Bergung und Beseitigung, weltweit führend auf seinem Gebiet. Micoperi ist ein bekannter italienischer Marine Auftragnehmer mit einer langen Geschichte als Spezialist für Unterwasser-Projekte und Maschinenbau.

Der Plan, den Rumpf in einem Stück wieder hochzuheben, befolgt die Ideologie der Minimierung der Umweltbelastung und Unterstützung der Wirtschaft und Tourismus-Industrie der Insel, sowie der Maximierung der Sicherheit.

Der Umweltschutz wird höchste Priorität bei der monumentalen Bergung haben, welche noch in dieser Form nirgendwo versucht wurde. Nach der Entfernung des Schiffswracks wird der Meeresboden gereinigt und bepflanzt.

Der Plan umfasst auch Maßnahmen zum Schutz der Giglio Tourismusindustrie und Gesamtwirtschaft. Die Salvage-Arbeiter und das Projekt wird keine erheblichen Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von Hotelbetten auf der Insel in der Sommersaison haben. Die operative Basis wird auf dem Festland in der Nähe von Piombino stationiert, wo die Geräte und Materialien gelagert werden, um eine Störung der Insel-Aktivitäten zu vermeiden.

Die Bergung wird in vier grundlegende Phasen unterteilt:

● Nach der Stabilisierung des Schiffes, wird eine Unterwasser-Plattform erstellt. An die Überwasser-Seite des Schiffes werden Senkkästen (mit Wasser gefüllt) montiert.

● Zwei Kräne, die an der Plattform montiert werden, werden das Schiff aufrecht ziehen

● Wenn das Schiff aufrecht ist, werden auch an der zweiten Seite Senkkästen befestigt

● Die Kästen werden dann auf beiden Seiten entleert (nachdem die Reinigung des Wassers erfolgte) und mit Luft gefüllt.

Nach dem das Wrack aufschwebt, wird es in ein ital. Hafen geschleppt und den zuständigen italienischen Behörden zur Untersuchung übergeben.

Der Plan wurde von mehreren Spezialisten und Vertretern aus verschiedenen Gebieten ausgearbeitet: Costa Crociere, Carnival Corporation & plc, London Offshore Consultants und Standard P & I-Club, mit der Zusammenarbeit von RINA und der Werft Fincantieri.

Costa Crociere

“Bereits im frühen Stadium des Unfalls hatte Costa Crociere alle Ressourcen, Fachwissen und Organisation eingesetzt, um die Minimierung der Auswirkungen der Havarie auf die Umwelt und auf die Insel Giglio zu gewährleisten.”, sagte Gianni Onorato, Präsident Costa Crociere SpA. “Das war auch der Fall bei der Kraftstoff-Entnahme, wobei wir die bestmögliche und sicherste Lösung für die Insel, Meeresumwelt und den Tourismus sicherstellten. Jetzt starten wir eine Bergung mit besonderen Eigenschaften und technischen Komplexitäten, die noch nie zuvor gemacht wurden. Sicherlich werden wir unweigerlich an einige unbekannte Faktoren bei diesem umfangreichen Projekt stoßen, aber wir sind uns sicher, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben und auch weiterhin nach dem bestem Wissen und termingerecht arbeiten werden.”

Titan Salvage

“Wir sind sehr erfreut ausgewählt worden zu sein, um diese unglaubliche Operation durchzuführen und das Wrack der Costa Concordia zu entfernen”, sagte Richard Habib, Geschäftsführer von Titan Salvage. “Durch unsere Engineering-Qualität und die Erfahrung, die wir in diesem Bereich gesammelt haben, werden wir die Erwartungen erfüllen. Wir werden die Arbeiten unter der Beachtung des Umweltschutzes durchführen, um den natürlichen Lebensraum rund um die Insel zu erhalten.”

Micoperi

“Wir waren von Anfang an überzeugt, dass die Professionalität unseres Unternehmens und unserer Erfahrung in der Unterwasser-Rettung, ein entscheidender Beitrag für diese Bergung sein wird”, sagte Silvio Bertolotti, General Manager von Micoperi. “Die Wahl ist auch eine wichtige Demonstration der Qualität und Leistungsfähigkeit von italienischen Unternehmen, die auch solche heiklen und beispiellosen Projekte bewältigen können.”

Quelle: Costa Cruises, Übersetzung © Robert`s Cruise & Tour Leading e.U.

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