Gesund bleiben auch bei langen Schiffsreisen

Die besten Mittel gegen Seekrankheit

„Ich werde doch bestimmt seekrank“ ist das wohl am häufigsten benutzte Argument, sich gegen die Teilnahme an einer längeren Schiffsreise zu entscheiden. So berechtigt die Befürchtungen sein mögen – auch gegen Seekrankheit (medizinisch: „Kinetose“) existieren wirkungsvolle Mittel, die eine effektive Linderung versprechen. 

Müdigkeit und Unwohlsein sind häufig die ersten Anzeichen einer aufkommenden Reisekrankheit. Als erste Massnahme ist es ratsam, einen Aufenthaltsort an Deck in der Mitte des Schiffes aufzusuchen. Frische Luft und ein freier Blick auf den sich bewegenden Horizont helfen schnell, das irritierte Gleichgewichtsorgan im Innenohr wieder zu beruhigen. Vielen Betroffenen hilft es, sich an Deck hinzulegen und dabei warm einzupacken.

Antihistaminika mit dem Wirkstoff Dimenhydrinat wirken auf das zentrale Nervensystem und sind wirksam zur Vorbeugung und Behandlung der typischen Symptome wie Übelkeit und Erbrechen. Diese rezeptfreien Medikamente können allerdings in ihrer Nebenwirkung auch müde und benommen machen.

Eine stärkere Wirkung als Antihistaminika entfalten Pflaster, die über die Haut den Inhaltsstoff Scopolamin abgeben. Diese sind vom Arzt zu verschreiben und haben in der Regel auch stärkere Nebenwirkungen. Eine pflanzliche Alternative ist Ingwer und allgemein die Einnahme von Vitamin-C-haltigen Nahrungsmitteln. Sowohl eine gut ausgestattete Schiffs-Apotheke als auch reichlich frisches Obst im Speiseplan sind an Bord der ‚Eye of the Wind’ natürlich vorhanden.

Als nebenwirkungsfrei gelten elastische Armbänder, in die eine kleine Kugel eingearbeitet ist, mit der ein gegen Übelkeit wirksamer Akupressurpunkt in der Handgelenksbeuge stimuliert werden soll. Die Wirksamkeit dieser Akupressur-Bänder hängt jedoch stark von der Konstitution des betroffenen Benutzers ab.

Als abenteuerliche Lösung darf hingegen wohl die Erfindung einer Brille gegen die Seekrankheit gelten. In einem halbkreisförmigen
Hohlraum im unteren Drittel der Brillengläser schwimmt ein schmaler Kunststoffbalken, der ähnlich einer Kompassnadel auf einer Ölflüssigkeit ruht. Mit diesem künstlichen Horizont will man erreichen, dass die betroffene Person eine feste Bezugsebene beibehält, die jederzeit eine gewisse Positionsbestimmung ermöglicht.
Unser Tipp: Gelegentliche Sprünge auf einem Trampolin oder Mini-Trampolin vor Beginn der Reise sind eine wirksame Vorbereitungsmassnahme gegen Seekrankheit!

Weitere Infos zum Segelschiff und ein Segeltörn-Plan finden Sie HIER!

Quelle: “Logbuch” Magazin Eye of the Wind

Segelschiff Eye of the Wind © Fotograf Klaus Andrews

Segelschiff Eye of the Wind © Fotograf Klaus Andrews

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